Der Morgen des 11. August 2025 war für die vielen neuen Fünftklässler des Johann-Georg-Lingemann-Gymnasiums wohl ein ganz besonders aufregender. Wie auch für die 18 310 frisch eingeschulten Thüringer Erstklässler stand für sie der erste Schultag an einer neuen und noch unbekannten Schule an.
Pünktlich um 8 Uhr trafen sich die jungen Gymnasiasten in Begleitung ihrer Familien in der Dreifelderhalle im Kurpark. Dort war für sie eine ereignisreiche Immatrikulationsfeier von den sechsten Klassen, dem Chor Future Voices und der Schulleitung vorbereitet worden. Auf vier Bänken nahmen sie Reihe an Reihe Platz: die 5a, b, c und d. Die Eltern saßen, sicherlich ebenfalls mit ein wenig Herzklopfen, dahinter. Als schließlich nach und nach der Chor seine Stellung bezog, wurde es auf einmal ganz still. Zwei Lieder aus dem aktuellen Programm von Future Voices faszinierten den ganzen Raum.
Nach diesem beeindruckenden Einstieg gaben Oskar Grob und Giulietta Tautermann einen Überblick über das folgende Programm. Die einzelnen Programmpunkte dienten nicht bloß als Begrüßung, sondern auch als Demonstration und Ausblick auf die Inhalte, die die Kinder in ihrem fünften Schuljahr erlernen würden, sowie auf die Möglichkeiten, die ihnen am Lingemann-Gymnasium geboten werden. So sagten einige Sechstklässler eifrig bekannte Gedichte, unter anderem „Die Made“, auf, und andere Sprachbegeisterte bezauberten das Publikum mit einem eingängigen Rap über die Vorstellung in englischer Sprache.
Doch auch aus den anderen Fachbereichen waren beeindruckende Einlagen zu sehen. Ihr Können im Turnen bewiesen zwei Mädchen im Anschluss ganz deutlich. Bei so vielen Radschlägen, Handständen, Bodengängen und Saltos hintereinander kam das Publikum gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.
Völlig eingenommen von den vorhergegangenen Darbietungen und beschäftigt mit der Frage „Wie bekommt man bei diesen Turnfiguren keinen Drehwurm?“, folgte schon das nächste Highlight. Einige Mädchen aus den Klassen 6a und b hatten einen Begrüßungstanz für die neuen Schüler vorbereitet, der dem Publikum synchron präsentiert wurde. Natürlich werden am Lingemann-Gymnasium nicht nur Tanz und Gymnastik im Sportunterricht behandelt. Dies zeigte die eindrucksvolle Schlussperformance der sechsten Klassen. Mit Federbällen, Fußbällen und Tischtennisschlägern wurde der Zuschauerschaft gezeigt, wie geschickt die Kinder auch in diesen Disziplinen agieren.
Wer vermutete, dass die Immatrikulationsfeier nach diesen fantastischen Aufführungen bereits am Ende angelangt war, hatte sich getäuscht. Denn bevor sich die neuen Fünftklässler ins Abenteuer des Schultages stürzten, richtete die Schulleiterin Kerstin Diegmann noch einmal das Wort an sie. Anknüpfend an den Leitspruch des Gymnasiums „Alles, was uns begegnet, hinterlässt Spuren und trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.“ ermutigte sie die Kinder, stets mit offenen Augen, Hilfsbereitschaft und Neugierde durchs (Schul-)Leben zu schreiten und dabei keine Möglichkeit auszulassen, Wissen in sich aufzusaugen. Ein Ratschlag, den auch Menschen beherzigen sollten, die ihre Schullaufbahn schon lange beendet haben, denn sein Wissen ständig und konsequent zu erweitern, ist eine wahre Bereicherung.
Mit diesen Worten und einem Klassenfoto wurden die jungen Schüler aus der Dreifelderhalle verabschiedet. Mitsamt Rucksack und den jeweiligen neuen Klassenlehrerinnen machten sie sich auf den Weg zum Lingemann-Gymnasium – und somit auch auf den spannenden Weg zum Abitur.
Marlene Schulze, Homepage-Crew
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