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Frühling 2018 - Abwechslungsreich auf allen Ebenen

Der Frühling im Jahr 2018 überraschte mit vielen Ereignissen. Nicht nur die britische Hochzeit und der Erfolg beim ESC konnte diese Jahreszeit für sich verzeichnen, sondern auch erfolgreiche Regierungsbildung, die Winter-Paralympics, und Unwetter in weiten Teilen Deutschlands. Doch nicht nur in Politik, Sport und Wissenschaft, sondern auch im Bereich der Meteorologie ging es „heiß her“.

Zu Beginn allerdings bemerkte man zuweilen nichts davon. Der Frühling begann mit keinem erwähnenswerten Unterschied zum Winter bezüglich der Temperatur. Dieser März stellte nämlich einen der kältesten Märzmonate seit Beginn unserer Wetteraufzeichnungen dar. Mit einer Durchschnittstemperatur 1,9°C grenzte dieser Monat schon fast an den Gefrierpunkt. Denn es begann in den ersten Tagen schon sehr kalt. So war der 01.März dieses Jahres mit einer bitterkalten Durchschnittstemperatur von -8,3°C sogleich auch der kälteste Tag im gesamten Monat. Dem Gegenüber standen aber auch Kontraste. Nicht einmal zwei Wochen später zeigte das Thermometer mit 11,5°C den höchsten Stand. Obwohl der Monat im Vergleich zu seinen Märzvorgängern mit 44,4 l/m sehr feucht war, fiel kaum bis gar kein Schnee, da die Temperaturen an Regentagen über dem Gefrierpunkt lagen.

Doch rasch stiegen die Temperaturen, denn der April war der Wärmste seit unserer Wetteraufzeichnung. Bei einem Mittelwert von 12,3°C konnte man sich nachmittags ruhig schon mal in die Sonne legen. Das Sprichwort: „April, April, der weiß nicht was er will!“, fand auch in diesem Jahr seine Daseinsberechtigung. So sprangen die Temperaturen zwischen winterlich kalt bis hin zu sommerlich warm. Während man zu Beginn des Monats bei 2,6°C am 01.April noch zitterte, konnte man gegen Mitte des Monats schon die Sonnenliege hinausholen, als der Alkohol im Thermometer am 20.04. im Durchschnitt die 18,8°C Marke knackte und sogar Höchstwerte von bis zu 26,5°C aufwies. Ebenso wie die Temperatur verhielt sich auch der Niederschlag sehr wechselhaft. Zeitweise gab es mitunter über eine Woche keinen Regen, doch dann trat der Regen mit bis zu 15 l/m² aus den Wolken hervor. Dies geschah am feuchtesten Tag des Monats, dem 13. April.

Auch der Monat Mai begann relativ durchschnittlich. Die ersten drei Wochen verhielt sich die Temperatur dem Rahmen entsprechend zwischen 8 und 14°C. Doch dann in der letzten Woche stiegen innerhalb weniger Tage die Temperaturen auf über 20°C und erreichten sogar fast die 30°C. Vor allem diese Woche trug dazu bei, dass der Mai um 2,5°C wärmer im Vergleich zu den Referenzmonaten war. Der Regen ließ jedoch zu wünschen übrig. Wo in den vergangenen Jahren noch literweise (bis zu 150 l/m²) fielen, waren lediglich 23,5mm zu verzeichnen. Die, die am meisten darunter gelitten haben, waren natürlich die Landwirte. Sie mussten hilflos dabei zu sehen, wie die Pflanzen unter dem Wassermangel litten.Dies lässt sich auch anhand unserer Messwerte darlegen. Der „regenreichste“ Tag war der 29. Mai mit im Vergleich wenigen 8,1 l/m². An diesem Tag fand auch eins der 1600 Gewitter, welche auf der ganzen Welt zur selben Zeit vorherrschen, statt. Erstaunlich ist außerdem, dass es in diesem Monat nur an vier Tagen regnete. Den Rest des Monats herrschte Dürre.

Trotz einiger Startschwierigkeiten machte dieser Frühling definitiv Lust auf mehr. Sollte es so weiter gehen, können wir uns also auf einen warmen Sommer freuen, der uns hoffentlich mit wenigen Unwettern bevorsteht. Ihnen also eine schöne Zeit!

 

Magnus Lehmann und Tizian Bachmann

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